MATERIALSCHÄDLINGE


Sie befallen Materialien tierischen und pflanzlichen Ursprungs z.B. Wolle, Felle, Leder, Papier und andere organsiche Materialien.  Dadurch können Schäden unterschiedlichen Ausmaßes an Kleidung, Pelzen, Tierpräparaten, Teppichen, Büchern. Viele Materialschädlinge können gleichzeitig auch Vorratsschädlinge sein, z.B. bei getrockneten Hundefutter und Katzenfutter.

 

Sie haben befallene Holzgegenstände oder ist verbautes Holz befallen? Mehr Informationen finden Sie unter Holzschutz!

Motten


Textilmottel oder Kleidermotte - es gibt mehrere Bezeichnungen aber nur eine schädliche Mottenart die diverse tierische Materialien, wie Wolle, Pelze und Felle durch Fraß beschädigt.

Kleidermotte (Tineola bisselliella)

Ein kleiner Schmetterling bzw. Motte mit einer Flügelspannweite von 10-15mm. Wie bei den meisten Materialschädlingen verursacht die Larve den Schaden. Die Mottenlarve ernährt sich von Wolle, Fell, Pelzen, Federn und tierischen Füllmaterial in Pölstern oder Polstermöbeln. Die Motte selbst nimmt keine Nahrung mehr auf, sondern dient nur noch der Fortpflanzung.

Käfer


Von den Materialschädlingen die vielfältigste Gruppe sind die Käfer. Einige können auch an Lebensmitteln vorkommen, wodurch die Einteilung als Materialschädling oder Vorratsschädling oft nicht eindeutig ist.

Australischer Teppichkäfer (Anthrenocerus australis)

Berlinkäfer (Trogoderma angustum)

Brauner Pelzkäfer (Attagenus smirnovi)

Gemeiner oder Gefleckter Pelzkäfer (Attagenus pellio)

Kugelkäfer oder Buckelkäfer (Gibbium psylloides)

Messingkäfer (Niptus hololeucus)

Museumskäfer oder Kabinettkäfer (Anthrenus museorum)

Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae)

Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci)

Silberfischchen


Aus der Familie der Silberfischchen wird nur eine Art an Material schädlich.

Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata)

Wie der Name schon ernährt sich dieses Fischchen bevorzugt von Papier. Dadurch können teilweise schwere Schäden in Bibliotheken, Archiven oder Kunstsammlungen entstehen. Sie sind von Silberfischchen durch die deutlich längeren Schwanzanhängsel zu erkennen (ca. so lang wie der Körper) und insgesamt deutlich borstiger.

Bekämpfung


Die Bekämpfung von Materialschädlingen richtet sich in der Regel gegen das Larvenstadium bzw. die Larven. Diese sind oft schwer zugänglich, meiden das Sonnenlicht und leben im Verborgenen.

Thermische Verfahren

Eine wirksame Methode bei entsprechenden Vorraussetzungen. Eine giftfreie Möglichkeit, jedoch können, je nach Material, auch Schäden entstehen.

Chemische Behandlungen

Der Vorteil liegt hier bei einer gewissen Langzeitwirkung, die und somit auch vorbeugend wirkt.

Biologische Bekämpfung

Alternativ können auch biologische Bekämpfungen mit sogenannten Nützlingen, also natürlichen Feinden von Schädlingen, gute Erfolge erzielt werden.

Welche dieser Methoden gewählt wird, hängt zum einen von den Wünschen des Kunden ab und zum anderen von den Gegebenheiten vor Ort und den befallenem Material bzw. Gegenständen.